Humboldt Realschule Bönen

Geschichte

 

 Organisation, Aufgaben und Ziele des Geschichtsunterrichts

Folgende Fachlehrer erteilen an der Humboldt-Realschule Bönen in den Jahrgangsstufen 6-10 ein- bzw. zweistündig (je nach Jahrgangsstufe) das Fach Geschichte:

Herr Bläsing, Frau Frommeyer-Patschke, Frau Hoch, Frau Kleinwechter sowie Frau Plewka. Bezüglich besonderer Fragen zum Fach Geschichte wenden Sie sich bitte an den Fachvorsitzenden Herrn Bläsing.

 

Ab dem Schuljahr 2008/09 wird in allen Jahrgangsstufen mit den Bänden der Neuausgabe des Lehrwerks „Zeitreise“ aus dem Klett-Verlag gearbeitet.

Sofern der Geschichtsunterricht (GU) einstündig vorgesehen ist, findet er i.A. in der betroffenen Jahrgangsstufe als zweistündiger Halbjahresunterricht statt.

Der im GU stattfinde Lernprozess vermittelt, „wie jeder einzelne Vergangenheit wahrnehmen, deuten und zur Orientierung für die eigene Lebenspraxis nutzen kann.“[1]

Ziel des mehrjährigen GU ist die Entwicklung eines differenzierten Geschichtsbewusstseins, das für eine selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Gestaltung des eigenen Lebens unerlässlich ist.

Das Geschichtsbewusstsein umfasst die drei zeitlichen Dimensionen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Durch die Deutung der Vergangenheit wird erst ein Verständnis der Gegenwart möglich und das anhand der Vergangenheitsdeutung und des Gegenwartsverständnisses gewonnene Erfahrungswissen versetzt den einzelnen in die Lage, die Zukunft bewusst und somit begründet zu gestalten.

Den Richtlinien und Lehrplänen entsprechend liegt der Schwerpunkt des GU auf der europäischen und hier v.a. der deutschen Geschichte.

Damit erfüllt er zugleich eine identitätsstiftende Funktion mit dem Ziel, jeden Schüler/ jede Schülerin zu einer „positive(n) Identifikation mit der pluralistischen Gesellschaft und ihrer demokratischen und rechtsstaatlichen Wertetradition“[2] in NRW und der Bundesrepublik Deutschland zu bewegen.

Maßgebliche Prinzipien der Unterrichtsgestaltung sind die Berücksichtigung

der Interessen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler (Erfahrungs- und Handlungsorientierung), der Ergebnisse und Erkenntnisse der Geschichtswissenschaft sowie die Gegenwarts- und Zukunftsorientierung.

Der Lernprozess, der auf dem Grundsatz des Exemplarischen basiert, ist dabei multiperspektivisch angelegt. Auf diese Weise können einerseits die komplexen Strukturen der untersuchten Prozesse aufgedeckt werden, andererseits erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass sich in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen stets mehrere Gruppen gegenüberstehen, deren Interessen nicht nur verschieden, sondern teilweise völlig gegensätzlich sind.

Themeneinheiten in den einzelnen Jahrgangsstufen[3] (ab 2008/09)

Jahrgangsstufe:
Themeneinheiten[4]:
6
1 Ur- und Frühgeschichte
2 Frühe Kulturen und Herrschaftsformen
3 Griechen und Römer
 
7
5 Europäisches Mittelalter – Leben auf dem Land und in der Stadt
10 Entstehung der Neuzeit und „Entdeckung“ der Welt
 
8
11 Auf dem Weg zur Demokratie (die Französische Revolution)
12 Industrialisierung
13 Imperialismus (Die europäischen Mächte und ihre Kolonien / Der Erste Weltkrieg)
14 Geschichte eines nichteuropäischen Kulturraums (Vom Osmanischen Reich zur modernen Türkei)
 
9
15 Sozialismus
16 Faschismus – Nationalsozialismus – Rassismus
 
10
16 Faschismus – Nationalsozialismus – Rassismus (Fortsetzung)
17 Weltkonflikte (Der Ost-West-, der Nord-Süd- und der Nahostkonflikt)
18 Deutsche Staatengeschichte (Deutschland nach 1945 / Das geteilte Deutschland / Die Wiedervereinigung)
19 Integration (Die Einigung Europas nach 1945 / Die EU und ihre Vorläufer)
Integraler Bestandteil des GU sind die Vermittlung wichtiger fachlicher Methoden, die aber auch für weitere Fächer bedeutsam sind. Hierbei handelt es sich um folgende Methoden, die im Verlauf des mehrjährigen GU geschult werden:
 
  • schriftliche Quellen interpretieren
  • ein Schaubild verstehen
  • Bilder als Geschichtsquellen
  • Lesen und Auswerten von Geschichtskarten
  • Informationssuche
  • Umgang mit Karikaturen
  • Grafiken und Statistiken lesen
  • Politische Plakate analysieren
  • Historische Reden untersuchen
  • Zeitzeugen befragen
  • Meinungsumfragen deuten
  • Problemsituationen im Rollenspiel erkunden
 
 
Grundsätze für die Leistungsbewertung
 
Bei der Leistungsbewertung werden aktive und passive Formen der Beteiligung berücksichtigt.
Dabei handelt es sich v.a. um folgende Beitragsformen:
  • mündliche Beiträge
  • schriftliche und gestalterische Beiträge (Heft- bzw. Mappenführung, Protokollführung, schriftliche Übungen („Test“ / Hausaufgabenüberprüfung))
  • diskursive Beiträge und handelnde Beteiligung
  • Gruppenleistungen.
 
Bei der Lernerfolgskontrolle und Leistungsbewertung werden drei Ebenen beachtet:
  • der individuelle Lernfortschritt
  • die Lernleistung im Vergleich zur Lerngruppe
  • die Lernleistung in Bezug zu den fachlichen Zielen des GU.
 
 


[1] Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule in Nordrhein-Westfalen – Geschichte, Düsseldorf 1994, S.37.
[2] Ebd.
[3] Vor dem Hintergrund der entsprechenden Beschlüsse der betroffenen Fachschaften finden folgende Themeneinheiten in folgenden Fächern Berücksichtigung:
TE 6 (Christentum als Kultur u. politische Kraft), TE 7 (Islam als Kultur u. politische Kraft) und die TE 8 (Judentum als Kultur u. gesellschaftliche Kraft): Fach Religionslehre
TE 9 (Wanderungen in der Geschichte): Fach Politik
Die TE 17-19 finden im Rahmen eines fächerverbindenden Unterrichts v.a. in Kooperation mit dem Fach Politik, aber auch den Fächern Deutsch und Religion statt.
[4] Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule in Nordrhein-Westfalen – Geschichte, Düsseldorf 1994, S.51ff.
 

 

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