Humboldt Realschule Bönen

Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenz

 

Arbeitstitel: „Natürlich bin ich stark“

„Kinder sind soziale Wesen und gleichzeitig Individuen“ (Astrid Kaiser)

Forderungen und Ziele:

Soziale Kompetenzen sind laut OECD Schlüsselkompetenzen der Zukunft, die sich aus drei Kernkompetenzen zusammensetzen:

  • Erfolgreich selbstständig handeln können
  • Werkzeuge konstruktiv nutzen können
  • In heterogenen Gruppen erfolgreich miteinander handeln können

Durch veränderte Familiensituationen, Mangel an Zeit und eingeschränkter emotionaler Zuwendung, aber auch durch hohen Leistungsdruck und durch Medieneinflüsse ist die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sowohl im persönlichen als auch im sozialen Bereich defizitär. Kinder und Jugendliche müssen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden. Es ist zusätzlich von besonderer Bedeutung, dass Kinder lernen, dass sie Teil des sozialen Systems sind und dass sie dieses durch ihr eigenes Handeln mit beeinflussen. Dazu brauchen sie Anleitung durch die Erwachsenen. Für alle Beteiligten stellt diese Aufgabe eine große Herausforderung dar. Schule kann hier unterstützen, um die Entwicklung der SuS voranzubringen. Ziel soll ein rücksichts- und respektvolles Miteinander sein, Konflikte sollen angemessen gelöst werden und der Zunahme von Gewalt und Aggression soll entgegengewirkt werden.[1] Für Kinder ist die Schule und damit auch die Klasse neben der Familie und dem Freundeskreis ein Ort, an dem Kontakte zu anderen Kindern geknüpft werden. "Kinder sind (…) ständig mit anderen Menschen konfrontiert und bauen zu den unterschiedlichen Menschen Beziehungen auf.“[2] . Die dabei entstehende Vielzahl von Interaktionen führt nicht nur zu raschen Szenenwechseln, sondern birgt zugleich ein hohes Konfliktpotential. Dabei müssen unterschiedliche Erwartungen, Zuschreibungen, Anliegen, Bedürfnisse, Stimmungen, Gewohnheiten, Interessen und Gefühle bewältigt werden. „Schule kann als Aufgabe nehmen durch Schaffung eines förderlich sozialen Raumes Jugendliche zu befähigen, Gestalter ihrer eigenen Entwicklung zu werden. Dazu gehört auch, sie dabei zu unterstützen sich ein reflektiertes Bild von den sozialen Situationen zu machen, in die sie täglich verstrickt sind und die ihre Entwicklung begleiten und beeinflussen.[3]

Die Forderungen der Wirtschaft für einen Schulabgänger beschränken sich schon längst nicht mehr auf die fachlichen Kompetenzen, sondern beziehen sich auch auf die persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Berufsanfänger. Als Beispiel soll hier ein Auszug aus dem Faltblatt „Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?“ der IHK[4] dienen:

  • Ausdauer, Durchhaltevermögen, Belastbarkeit
  • Fähigkeit zur Kritik und Selbstkritik
  • Verantwortungsbereitschaft und Selbstständigkeit
  • Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit
  • Höflichkeit und Freundlichkeit
  • Konfliktfähigkeit
  • Toleranz

Langer Atem ist also gefragt. Es gilt, das Bewusstsein über die besondere Bedeutung von persönlichen und sozialen Kompetenzen sowie die positive Einstellung zu permanenter Weiterentwicklung zu fördern.

Die Humboldt-Realschule stellt sich dieser Herausforderung und will die Entwicklung der persönlichen und sozialen Kompetenz unserer SuS aufbauen und in Verbindung mit Fach-, und Methodenkompetenzen in unserer Schule verankern.

 

Voraussetzungen – Bestandsaufnahme:
Für die Entwicklung eines durchgängigen und pragmatischen Konzepts wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Die Mitglieder haben die umfangreiche Aufgabe zu bewältigen, aus den vielfältigen Anforderungen und den bestehenden Elementen ein Konzept  zu entwickeln. Dabei stehen drei Fragen im Mittelpunkt: Was machen wir (siehe Bestandsaufnahme)?  Was ist uns so wichtig, dass wir in Zukunft dort entwickeln wollen (siehe Jahresplan, Drei-Fünf-Jahresplan)? Was ist umsetzbar (Prioritäten setzen, mit Ressourcen des Kollegiums haushalten)? Gleichfalls ist eine Verbindung zum Projekt „Lernen lernen“ herzustellen und eine Absprache mit den einzelnen Fachbereichen (z.B. Biologie und Physik) zu treffen. Darüber hinaus müssen die Projekte im Schulalltag terminlich mit der Schulleitung und den außerschulischen Institutionen abgestimmt.
Die Einzelpunkte des Konzepts sind je nach Ablauf eines Jahres oder jeweils aktuell einer Evaluation zu unterwerfen, so dass das Konzept in optimierter Form fortgeschrieben werden kann. Durch die überschaubare Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern an der Humboldt-Realschule ist die Rückmeldung im kollegialen Gespräch zeitnah und gewinnbringend.

Bestehende Bausteine:

Zu einem integrierten Ansatz gehört nicht nur die Verbindung der oben genannten Bausteine, wichtig ist es zudem, die Strukturen innerhalb der Schule zu optimieren und Unterstützung für die eigene Arbeit durch externe Fachkräfte zu gewinnen. Dazu haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe die Handlungsfelder aufgeteilt, so dass jede Gruppe die Bausteine selbst organisiert und Kontakt zu den Fachleuten hält.

  1. Gewalt im Internet                                          Herr Lange, Herr Burrichter
  2. Gewaltprävention bei Mädchen                   Frau Kleinwechter,
  3. Gesundheitsförderung/Bewegte Pause    Frau Lloyd, Frau Sulke
  4. Suchtprävention                                              Frau Goos, Frau Plewka    
  5. Verkehrserziehung                                         Herr Hüwelmeyer
  6. Soziale Kompetenz                                        Frau Plewka
 
 
 
 
Ansprechpartnerin der Schule:
Frau Plewka (Leitung der Arbeitsgruppe)
Einzelne Bausteine: siehe Übersicht im Organisgramm
 
 


[1] BZgA: Pressemitteilung vom 29.01.2003
[3] BZgA (Hg.): Reihe: Gesundheitserziehung und Schule, Band: Achtung und Aufmerksamkeit (Materialien zur Förderung des Sozialverhaltens in den klassen 5-9) 2003, S. 18

 

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